Orotavawolke

Ein typisches Wetterphänomen im Norden Teneriffas – die Orotavawolke.

Das Orotavatal im Norden Teneriffas ist von den Passatwinden aus nordöstlicher Richtung abgeschottet, so dass in dieser Region ein eigenes Mikroklima vorherrscht, sofern die Großwetterlage sich nicht störend darauf auswirkt. Die trockene Luftmasse in höheren Lagen verhindert hier, dass die tiefere feuchte Luftmasse höher als etwa 800 – 1200 m aufsteigt. In diesem Bereich, dem sogenannten Taupunkt, kondensiert der in der Luft enthaltene Wasserdampf und es entstehen Wolken. Durch diese Wetterlage ist der Norden der Insel deutlich grüner als der Süden, da es häufiger regnet und die Wolken die Sonne und somit die große Hitze abdämpfen, wodurch weniger Feuchtigkeit verdunstet. Die Wolken können sich weit über das Meer ausbreiten, sich mehrfach am Tag bilden, wieder zurückziehen sowie ab und zu abregnen.

Dieses Phänomen konnte ich im Mai 2014 eine Woche lang täglich beobachten, nur etwa 20 km weiter westlich oder östlich war bereits ein anderes Wetter. Auf dem Weg in den Teide Nationalpark durchbricht man die etwa 200 – 300 m dichte Wolkenschicht und hat darüber bestes Sommerwetter mit ungehindertem Sonnenschein.

 

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